Traumatische Erlebnisse und psychische Krisen können jeden treffen. Oft überfordern sie die Betroffenen und führen zu Verzweiflung, Angst und eingeschränkter Handlungsfähigkeit. Sie sind in dieser extrem belastenden Situation auf Hilfe angewiesen.

Dafür stehen die Frauen und Männer vom Kriseninterventionsdienst bereit. Diese speziell ausgebildeten und meist ehrenamtlichen Helfer kümmern sich um die betroffenen Personen, um die Angehörigen von Unfallopfern oder Augenzeugen von schlimmen Katastrophen. Im Wahlpflichtfach „Spektrum der Gesundheit“ informierten drei erfahrene Kriseninterventionshelfer des Malteser Hilfsdienstes Passau die Schülerinnen und Schüler in einem beeindruckenden Vortrag über ihre Arbeit. Sie berichteten über die Ausbildung zum Kriseninterventionshelfer, Einsatzindikationen, verschiedene Reaktionen auf belastende Ereignisse und das Vorgehen bei Einsätzen. Bei Suiziden, überraschenden Todesfällen, Gewaltverbrechen, Unfällen mit Schwerstverletzten oder auch zur Überbringung von Todesnachrichten wird das Kriseninterventionsteam oft alarmiert und um Unterstützung gebeten. Die Helfer stehen den Betroffenen in den ersten schweren Minuten und Stunden zur Seite und kümmern sich um sie. Ihre Aufgabe ist es, diese in ihrem Schockzustand nicht allein zu lassen und ihnen zu helfen, das Geschehene zu realisieren und zu verstehen. „Wir versuchen allein durch unser Dasein und in persönlichen Gesprächen den Betroffenen Sicherheit zu geben und weisen sie auch auf weitere Hilfsangebote hin“, so ein erfahrener Kriseninterventionshelfer. Durch die berührenden Berichte der Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes von ihren konkreten Einsätzen und ihren persönlichen Erfahrungen, bekamen die Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die wertvolle und unverzichtbare Tätigkeit des Kriseninterventionsdienstes.

Veronika Lentner, StRin

 

Malteser

   

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