Unvergessliche Tage in Prag für den Gesundheitszweig der FOS Passau
03.04.26

Vier Tage Prag – für die 13. Klasse der Ausbildungsrichtung Gesundheit hieß das: raus aus dem Schulalltag und hinein in eine Stadt voller Geschichte, Kultur und neuer Eindrücke. Mit dem Zug machte sich die Klasse gemeinsam auf den Weg in die tschechische Hauptstadt. Die Fahrt verlief entspannt und die Vorfreude auf die kommenden Tage war von Anfang an spürbar.
Am ersten Tag stand eine Stadtführung auf dem Plan. Dabei lernten die Schüler Prag von seiner beeindruckenden Seite kennen und erfuhren viel über die Entwicklung der „Goldenen Stadt“ an der Moldau. Der Rundgang führte zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten: über die Karlsbrücke mit ihren Statuen und dem Blick auf die Prager Burg, weiter zum Pulverturm als Teil der historischen Stadtbefestigung und durch die engen Gassen der Altstadt. Am Altstädter Rathaus blieb natürlich auch Zeit für die berühmte astronomische Uhr, deren Figuren zu jeder vollen Stunde zahlreiche Besucher anziehen. Auch die Neustadt mit ihren großen Plätzen und repräsentativen Gebäuden zeigte, wie vielfältig Prag architektonisch und historisch geprägt ist.
Einen besonderen kulturellen Akzent setzte der Besuch des Kafka-Museums. Die Ausstellung vermittelte anschaulich, wie eng Franz Kafka mit Prag verbunden war und wie stark seine Texte von der Atmosphäre der Stadt, ihren Gegensätzen und ihrer Geschichte geprägt wurden. Originaldokumente, Briefe und Fotografien gaben einen spannenden Einblick in Leben und Werk eines der bekanntesten deutschsprachigen Autoren.
Als fachliches Highlight erwies sich der Besuch der Medizinischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Ein Medizinstudent nahm sich viel Zeit für die Klasse und führte sie engagiert über das Gelände und durch verschiedene Bereiche. Besonders deutlich wurde, wie breit das medizinische Spektrum dort abgebildet ist: Von der Frauenklinik über weitere zentrale Stationen bis hin zur Pathologie erhielten die Schüler konkrete Einblicke in Arbeitsabläufe, Ausbildungswege und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit im Klinikalltag. Für die Schüler des Gesundheitszweiges war dieser Programmpunkt besonders wertvoll, weil er sehr praxisnah und auch mit Blick auf den eigenen möglichen Ausbildungs- und Berufsweg verlief.
Gleichzeitig blieb während der gesamten Studienfahrt genügend Zeit, die Stadt auch auf eigene Faust zu erkunden – beim Bummel durch die Altstadt, beim Entdecken kleiner Cafés oder beim Erleben des Prager Flairs am Abend und des lebendigen Nachtlebens. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen in Prag, bei dem die zahlreichen Eindrücke noch einmal in Ruhe geteilt werden konnten.
Am Ende waren sich alle einig: Die Studienfahrt war fachlich wie kulturell ein Gewinn und hat die Klassengemeinschaft spürbar gestärkt. Vier Tage Prag – ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
Veronika Lentner, StRin; Max Bachl, StR
