Erzieherberuf im Fokus

Fachakademie informiert 11. Klassen Sozialwesen

24.07.26

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Kürzlich besuchte Karin Krinninger von der Fachakademie für Sozialpädagogik Passau die vier 11. Klassen unserer Ausbildungsrichtung Sozialwesen. An zwei Terminen erhielten die Schülerinnen und Schüler detaillierte Einblicke in die Ausbildung, Inhalte und Zukunftsperspektiven des Erzieherberufs. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und gab einen praxisnahen Einblick in ein Berufsfeld mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Den Einstieg in die Veranstaltung bildete das Bilderbuch "Vielleicht". Das Buch ist ein weltweiter Bestseller, der Kindern und Erwachsenen zeigt, welche unbegrenzten Begabungen und Möglichkeiten in jedem Menschen stecken. Die Referentin nutzte die Bilderbuchbetrachtung, um Themen wie Wahrnehmung, Fantasie, Zugänge zu Gefühlen und die Bedeutung von sprachlicher Begleitung bei Kindern anschaulich zu machen. So wurde deutlich, wie bild- und sprachbasierte Methoden bereits in der frühkindlichen Bildung zentrale Lern- und Entwicklungsprozesse anstoßen können.

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Anschließend stellte die Referentin Aufbau, Ziele und Unterrichtsschwerpunkte der Fachakademie vor. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von Fachkompetenzen in der frühkindlichen und sozialen Arbeit, der pädagogischen Praxis, der Entwicklungspsychologie, der inklusiven Erziehung sowie den rechtlichen und organisatorischen Grundlagen. Besonders betont wurde die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung: Theoriephasen werden durch umfangreiche Praxisphasen ergänzt, so dass die Studierenden zielgerichtet auf die Arbeit in Kitas, Kindertagesstätten, Horten, Heimen und in der Jugend- und Familienarbeit vorbereitet werden.
Des Weiteren wurde über zwei unterschiedliche Ausbildungsformen informiert, die gegliederte Ausbildung (Klassisches Modell) und die praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Dabei wurden insbesondere die Unterschiede zwischen diesen beiden Ausbildungsformen herausgestellt. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erwerben die Absolvierenden die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Erzieher/Staatlich anerkannte Erzieherin“ und gleichzeitig den Titel „Bachelor Professional in Sozialwesen“. Die Referentin erläuterte außerdem Fort- und Weiterbildungsperspektiven, zum Beispiel Leitungsaufgaben, Zusatzqualifikationen und Studienmöglichkeiten im Bereich Soziale Arbeit oder Pädagogik.

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Besonders sensibilisierte Karin Krinninger dafür, dass der Erzieherberuf gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz ein Beruf mit Zukunft ist. Sie betonte, dass pädagogische Arbeit stark auf zwischenmenschlichen Fähigkeiten basiert — Empathie, Beziehungsaufbau, emotionale Unterstützung, ethische Entscheidungsfindung und kreatives Problemlösen — Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können.
Der Besuch der Referentin war eine gelungene Gelegenheit, unsere Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsrichtung Sozialwesen praxisnah über einen wichtigen Ausbildungsweg zu informieren und berufliche Perspektiven in der Sozialpädagogik aufzuzeigen. Die Veranstaltung motivierte, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen und mögliche nächste Schritte – Beratungsgespräch, Informationsabend oder Praktikum – in Angriff zu nehmen.

Sandra Stadler, OStRin