Umsetzung in den 11. Klassen wieder erfolgreich gestartet
02.08.26

Unser langjähriges Schulprojekt „Jugend debattiert“, auch in der Analyse der Passauer Neuen Presse „gehört zu den Vorzeige-Projekten, bei denen sich Jugendliche an der Politik beteiligen können“(Vgl. PNP vom 8. Juli 2026)
In mehreren 11. Klassen wurde dazu erneut in den abschließenden Unterrichtswochen das Format „Jugend debattiert“ wieder erfolgreich eingeführt und umgesetzt, z.B. im Fach Deutsch:
Themen wie „Kann es sinnvoll sein, Fast Fashion bei Online-Händlern zu bestellen“ oder „Soll in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht eingeführt werden?“ thematisieren dabei erneut zentrale Fragestellungen und fördern die Faktencheck-Kompetenzen im Netz.
Seit mehr als 20 Jahren ist daher dieses europaweit vernetzte Demokratieprojekt „Jugend debattiert“ ein fester Bestandteil unserer FOS-BOS-Schulkultur, was durch sehr motivierte Schülerinnen und Schüler auch bei den diesjährigen Jugend debattiert-Schulaktivitäten erneut unter Beweis gestellt wurde - Die Lokalpresse berichtet dazu im Rahmen eines Artikels von Franz Danninger zur politischen Partizipation junger Menschen unter dem Titel: „Junge Leute erhalten mehr Gehör“ (vgl. PNP-Artikel vom 8. Juli 2026).
Grundgelegt in den Unterrichtsinhalten der betreffenden 11. Klassen sind vertiefte Recherchen , umfangreiche Faktenchecks , Arbeiten mit wissenschaftlichem Datenmaterial sowie die Hinterfragung und Bewertung von Quellen, besonders im Netz und den sozialen Medien, ein elementarer Bestandteil in der dafür umgesetzten Projekt-Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler auf einem anspruchsvollem Niveau, ebenso wie die Anwendung der eigenen , hierzu geschulten rhetorischen Fähigkeiten, um faktenorientierte, positive Überzeugungskraft in fairen Dialogen darzustellen, auch bei den Projekt-Umsetzungen in den 11. und 12. Jahrgangsstufen.
Die Verteidigung unserer demokratischen Werte beginnt dabei, heute noch intensiver gefordert als in zurückliegenden Jahrzehnten, in unseren Klassenzimmern – Meinungsfreiheit und konstruktiver Austausch von Meinungen in der praktischen Umsetzung stärken hierin unsere freiheitlich demokratische Grundordnung in diesem sehr erfolgreichen Projekteinsatz unserer Fos-Oberschülerinnen und Fos-Oberschüler. Dies stellten diese in den vergangenen Jahren auch immer wieder bei Besuchen im Bayerischen Landtag und verschiedenen Bundesministerien in Berlin unter Beweis, ebenso in der Bayerischen Vertretung in Brüssel oder beim EVP-Vorsitzenden Manfred Weber im EU-Parlament sowie im Meinungsaustausch mit Journalisten im dortigen ARD-Hauptstudio , wenn sie mit den betreffenden Verantwortungsträgern Standpunkte sowie Rechercheergebnisse austauschten , wobei auch stets politische Streitfragen eine Rolle spielten , wie auch im Projektverlauf und beim Schulwettbewerb im Schuljahr 2025/26.
Ein sinnvoller Dialog und Vertrauen beginnen auch hierbei stets in konstruktiven Wortbeiträgen und in gegenseitiger Fairness - gerade in Krisen-, Kriegs- und Pandemiezeiten ist somit das Projekt „Jugend debattiert“ mit seinen Unterrichtsinhalten ein besonders wichtiges und leuchtendes Vorbild gegen Hetzer, Demokratiefeinde und Verschwörungsverbreiter aller Art.
Dabei leben die Schülerinnen und Schüler vor, dass ein fairer und gleichberechtigter Austausch von Standpunkten und Meinungen die Grundlage ist für ein friedliches Miteinander innerhalb unserer Gesellschaften und auch in der Kommunikation zwischen den Staaten.
Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungs- und Erarbeitungsphase in den beteiligten 11. und 12. Klassen konnte mit dieser Zielsetzung auch dieses Jahr, ausgehend von aktuellsten politischen, sozialen und gesellschaftlichen Debatten-Themen dieses Projekt erfolgreich durchgeführt werden.
Bereits bei den vorgelagerten Argumentationsübungen und Vorbereitungsdebatten wurden dabei aktuellste Fragestellungen von den Schülerinnen und Schülern durch Recherchen multimedial und multiperspektivisch bearbeitet und in Argumente übertragen , z.B. ob in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht für alle Geschlechter eingeführt werden sollte.
In den Klassen W 11A und W 11B wurde dabei im Zusammenhang mit literarischen Unterrichtsinhalten in Verbindung mit aktuellen Herausforderungen der Weltpolitik auch die Frage debattiert, ob das Nibelungenlied weiterhin als Schullektüre dienen soll, was gleichzeitig wichtige kulturhistorische Bezugspunkte zur Passauer Stadt- und Bistumsgeschichte eröffnete.
Vertieft wurden diese praktischen Übungen zum Debattieren mit Informationen zur deutschen und bayerischen Verfassungs- und Rechtsgeschichte bei einem Besuch des immerwährenden Reichstages in Regensburg und der Analyse von Debatten-Themen aus mehreren Jahrhunderten deutscher Geschichte an diesem hochinteressanten Exkursionsziel dieser beiden Debatten-Klassen.
Solche historischen und aktuellen politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen können dabei auch in verschiedener Hinsicht in den 11., 12. und 13. Klassen in den Fächern Politik und Gesellschaft, Geschichte sowie im Wahlpflichtfach Internationale Politik eingebunden und weiter vertieft werden.
Michael Dominik, OStR. Schulkoordinator "Jugend debattiert"
