FOSBOS Passau ausgezeichnet
31.07.26

Demokratie lebt vom Mitmachen. Dieser Gedanke war die Initialzündung für den Demokratiepreis, den die Stiftung der Passauer Neuen Presse in diesem Jahr erstmals ausgelobt hat. Dass eine große Zahl von Schulen diesem Gedanken hohe Bedeutung beimisst, zeigte sich bei der Preisverleihung im Passauer Medienzentrum. Unter den 27 Schulen, die mit Abordnungen vertreten waren, fand sich auch die FOSBOS Passau, die zwei Klassenprojekte ins Rennen geschickt hatte. Die WS 12 vertraten zwei Schülerinnen sowie Projektlehrer Wolfgang Wendl, unterstützt durch Michael Dominik, Schulkoordinator von „Jugend debattiert“. Projektlehrerin Stefanie Reitberger nahm die Auszeichnung stellvertretend für die BF11 in Empfang.
In seiner Laudatio würdigte Kabarettist Martin Frank als Projektpate den vielfältigen Einsatz der Teilnehmerschulen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Bildung. Er regte die Gäste zum Nachdenken darüber an, „was wir hätten, wenn wir sie [die Demokratie] nicht mehr hätten“. Die Schüler ermunterte er: „Geht aktiv in die Diskussion!“ – auch, wenn das manchmal unbequem sei. Bauminister Christian Bernreiter als Schirmherr der Veranstaltung rief die Kinder und Jugendlichen ebenfalls dazu auf, sich gesellschaftlich einzubringen, „auch in der Kommunalpolitik“.
Dass alle teilnehmenden Schulen einen kreativen Beitrag zum demokratischen Diskurs geleistet hätten, betonten die Stiftungsbeauftragte Eva Maria Fuchs und die Ansprechpartner für das Projekt Doris und Stefan Zauner. Damit, dass jede teilnehmende Schule als „Gewinnerschule“ ausgezeichnet wurde und ein Preisgeld erhielt, habe die PNP-Stiftung ein bewusstes Zeichen gesetzt: Jeder Beitrag zur Stärkung der Demokratie sei wertvoll und verdiene öffentliche Anerkennung.
Ausgehend von der Überzeugung, dass Demokratie keineswegs selbstverständlich ist, hatte die FOSBOS Passau mit gleich zwei Projekten am Demokratiepreis teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler der WS12 und der BF11 setzten sich intensiv mit der Frage auseinander, wie demokratische Werte im Alltag gelebt und gestärkt werden können. Unter der Betreuung von Wolfgang Wendl und Stefanie Reitberger entstanden kreative und vielfältige Beiträge, die demokratische Teilhabe, Meinungsvielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellten.
Die Schülerinnen und Schüler der WS12 produzierten unter anderem Videoclips und Podcasts zu Fragen des demokratischen Selbstverständnisses und des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Interviews zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund förderten den Perspektivwechsel und das gegenseitige Verständnis.
Die BF11 widmete sich dem Motto „Demokratie – das sind wir“. In selbst produzierten Videoclips zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie demokratische Grundsätze bereits heute im Schulalltag gelebt werden. Durch Interviews und eigene Recherchen machten sie deutlich, dass Teilhabe, Respekt und Pluralismus nicht nur politische Schlagworte sind, sondern die Grundlage eines funktionierenden Miteinanders bilden.
Stefanie Reitberger, StRin
